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Who is gonna make you dance? Einfluss von Musiker und Musikproduzent auf die Klanggestaltung im Rap (vor Ort)

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Day / Time: 22.03.2022, 15:40-16:20
Room: 47-05
Typ: Poster
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Information: Die Poster sind von Dienstag morgen bis Donnerstag nachmittag in der hier angegebenen Posterinsel bzw. hier als PDF im jeweiligen Posterbeitrag einsehbar. Das Posterforum zu diesen Postern findet im hier genannten Zeitraum im angegebenen Saal statt. Für weiterführende Diskussion verabreden Sie sich bitte mit der/dem jeweiligen Autor(in) am Poster oder nutzen den virtuellen Pausenraum. Dieser steht während der DAGA und auch danach zur Verfügung.
Abstract: Rap gehört zu den populärsten Musikgenres in Deutschland. Seit den 1980er Jahren waren vor allem drei Musikproduzenten in diesem Genre besonders erfolgreich und stilprägend: Rick Rubin, Dr. Dre und Timbaland. Da alle drei mit den ebenfalls sehr erfolgreichen Rappern LL Cool J, Jay-Z, Eminem und Nas zu verschiedenen Zeiten ihrer Karrieren zusammengearbeitet haben, bietet es sich an, auf der Grundlage der jeweils produzierten Stücke und in Kenntnis der jeweils verwendeten Studio-Infrastruktur zu untersuchen, ob es typische signalanalytisch erfassbare Klangmerkmale gibt, die eine Zuordnung der Werke zu einem bestimmten Musikproduzenten und/oder Rapper ermöglichen.Unter dieser Fragestellung wurden 129 von Rick Rubin, Dr. Dre und Timbaland produzierte Songs der Rapper LL Cool J, Jay-Z, Eminem und Nas mit Hilfe von Signalanalyse-Bibliotheken wie AudioCommons Timbral Models, Essentia, LibRosa, MIRToolbox und MiningSuite auf ihre klanglichen Eigenschaften analysiert und via MANOVA sowie t-Tests auf ihre klanglichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht. Es zeigte sich, dass sich die klanglichen Unterschiede zwischen den Musikproduzenten hauptsächlich mit einigen wenigen sehr prominenten Merkmalen beschreiben lassen, zu denen sich die Rapper Musikproduzenten-abhängig zuordnen lassen. Anhand der erhobenen Daten wird deutlich, dass die klanglichen Merkmale im Rap hauptsächlich von den Musikproduzenten (und ihrer Infrastruktur) bestimmt werden und weniger von den Rappern/Künstlern selbst.