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Crossmodal Correspondences bei Musiker:innen und Nichtmusiker:innen im empirischen Vergleich (vor Ort)

* Presenting author
Day / Time: 23.03.2022, 17:20-17:40
Room: 9-01.
Typ: Regulärer Vortrag
Session: Psychoakustik 5
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Abstract: Diese Studie soll anhand der Befragung von Musiker:innen untersuchen, inwiefern musikalische Tätigkeit und Expertise die Zuordnungen von Farben, Tönen und Klangfarben beeinflussen. Die Wissenschaft im Bereich der multisensorischen Verarbeitung stellt sich bereits seit mehreren Jahren die Frage, wie crossmodal correspondences entstehen bzw. ob es sich um eine veränderliche Fähigkeit handelt (Deroy & Spence 2016) – die Antwort darauf ist noch nicht vollständig geklärt. Die Verbindung von unterschiedlichen sensorischen Reizen im menschlichen Gehirn konnte aber bereits häufig in den unterschiedlichsten Ausprägungen beobachtet werden (e.g. Deroy & Spence 2013, Adeli et al. 2014). Es wird davon ausgegangen, dass diese Verknüpfungen möglicherweise auf drei unterschiedliche Arten entstehen: auf strukturelle, statistische oder semantisch-basierte Weise (Spence 2011). Diese Annahme soll anhand der Studienergebnisse analysiert werden. Durchgeführt wird die Befragung über scoscisurvey.com. Zu 36 kurzen Hörbeispielen neun unterschiedlicher Instrumente (in je zwei Tonhöhen) sollen die Teilnehmenden aus einer Auswahl von 12 Farben die passende Farbe zuordnen. Untersucht wird die Stabilität der Zuordnungen von Musiker:innen und Nichtmusiker:innen. Unterschiedliche Farbwerte sowie Klangeigenschaften ermöglichen eine Analyse der Farbwahl einzelner Klangfarben. Außerdem wird erarbeitet, ob das Spielen eines Instruments crossmodale Verknüpfungen verändert. Die genauen Ergebnisse der Studie werden auf der DAGA 2022 präsentiert.