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Reduzierung der Laufgeräusche von Stadtbahnfahrzeugen durch gummigefederte Hybrid-Räder (online)

* Presenting author
Day / Time: 24.03.2022, 09:40-10:00
Room: 57-02
Typ: Vortrag (strukturierte Sitzung)
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Abstract:

Gummigefederte Hybridräder erfreuen sich beim Einsatz im öffentlichen Schienennahverkehr steigender Beliebtheit. Gewichtseinsparungen von bis zu 70 kg pro Rad führen zu geringeren Energieverbräuchen im Betrieb, ermöglichen höhere Zuladungen und senken infolge geringerer ungefederter Massen die Beanspruchungen an Fahrweg und Fahrzeug. Gummigefederte Schienenräder bestehen aus einem inneren Radteil, bestehend aus Radkörper und Felgenring, der mit dem äußeren Radreifen über federnde Gummielemente verbunden ist. Der auf der Schiene laufende Radreifen besteht aus besonders verschleißfestem Stahl, während Radkörper und Felgenringe meist aufgrund der auftretenden Beanspruchungen aus höherfesten Stählen gefertigt werden. Bei den Hybridrädern bestehen dagegen Radkörper und Felgenringe aus einer geschmiedeten Aluminium-Knetlegierung, welche durch werkstoffgerechte Formgebung und besondere Fügeverfahren die gleiche Lebenserwartung wie herkömmliche Stahlkomponenten aufweisen.Für den Betriebseinsatz ist auch die Frage des Einflusses auf die Laufgeräusche durch den Einsatz von gummigefederten Hybridrädern mit den Aluminium-Komponenten wichtig. Hierzu fanden akustische Vergleichsmessungen an einem Gleis auf dem Betriebshof der VGF-Zentralwerkstatt, Frankfurt/Main, statt. Verglichen wurden die Vorbeifahrtpegel regulärer Stadtbahn-Fahrzeuge der Baureihe-U5 mit herkömmlichen gummigefederten Rädern der Bauart Bochum-84 und eines U5-Fahrzeuges, das mit gummigefederten Hybridrädern ausgestattet ist, bei unterschiedlichen Vorbeifahrtgeschwindigkeiten.Die hier vorgestellten Ergebnisse zweier Messkampagnen der Jahre 2019 und 2021 zeigen, dass die akustischen Pegel des mit Hybridrädern ausgerüsteten Fahrzeugs unter denen der Fahrzeuge mit herkömmlichen Stahlrädern liegen.